Hofbesuch im Bio-Umstellungsbetrieb Zachmeier

Ortsverein

SPD Besuch beim Sonnenhof der Familie Zachmeier

Michael Zachmeier jun. (2.v.rechts) stellt auf Bio-Betrieb um

 

Kirsten Reiter, die Vorsitzende der SPD-Langquaid, besichtigte mit den Marktgemeinderäten Gertraud Böschl und Robert Mehrl und interessierten Mitgliedern den „Sonnenhof“ der Familie Zachmeier in Langquaid, um sich über die Umstellung in einen Biobetrieb zu informieren. Der 26jährige Landwirt Michael Zachmeier empfing die SPDler auf dem Hof mit seiner Freundin Veronika Gmeinwieser und seinem Vater Michael sen. gleich vor den Außenställen der Jungrinder.

Nach seiner Ausbildung zum Industriemechaniker absolvierte Michael Zachmeier jun. eine Ausbildung zum Landwirt und Techniker für Landbau, um den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern Michael und Rosa fortführen zu können. Mit der Bio-Umstellung habe er dann nach reiflicher Überlegung vor einem halben Jahr begonnen. Derzeit noch im Nebenerwerb, da man erst abwarten müsse, wie sich die Umstellung entwickle. Der Sonnenhof habe eine landwirtschaftliche Fläche von 80 ha mit 40 Milchkühen, 30 Jungrindern, einem Stier und 30 Hühnern.

 

Der Bio-Gedanke lag schon seinen Eltern nicht fern. „Für meine Mutter brauchten wir schon immer Bio-Getreide um damit Brot zu backen. Was anderes kam für sie nicht in Frage“, erzählte Michael Zachmeier. Und sein Vater hätte schon vor über 25 Jahren einen Laufstall gebaut, in dem sich die Kühe frei bewegen konnten. Damals sei das noch nicht üblich gewesen. „Und wenn man sich näher mit den im konventionellen Betrieb genutzten Pflanzenschutzmitteln auseinandersetzt und in den Datenblättern die Nebenwirkungen liest, liegt der Gedanke an eine Bio-Umstellung nicht mehr weit weg“, ergänzte Zachmeier senior.

 

Die Produktion gesunder Nahrungsmittel und das Tierwohl seien nicht nur ein persönliches Anliegen, sondern auch eine wirtschaftliche Überlegung. Der Trend zu Bio-Produkten werde immer größer. Der Umstellungsprozess zum Bio-Hof dauere 2 Jahre. „Wir werden von Naturland unterstützt und auch regelmäßig kontrolliert“, so Zachmeier junior. Derzeit müsse man noch Bio-Futter zukaufen, bis der eigene Futtermittelanbau umgestellt sei. Die Milch gehe an Bayernland in deren Bio-Linie.

 

Unterstützt wird der Junglandwirt von seiner Freundin Veronika, die noch im Landwirtschaftsstudium ist und bereits bei zwei Biobetrieben im Praktikum war. Ihr mache besonders die Arbeit mit den Tieren Spaß. „Die Weidehaltung macht nicht weniger Arbeit wie die Stallhaltung. Sie ist aber anders und schöner“, berichtet die Landwirtschaftsstudentin.

 

Neben der gewerblichen Vermarktung der landwirtschaftlichen Produkte möchte man auch wieder mehr in die Direktvermarktung am Hof einsteigen. Ziel wäre es, neben Bio-Milch und Bio-Eiern auch Bio-Kartoffeln zu verkaufen. „Wir bauen die zwar schon im Bio-Betrieb an, dürfen sie aber erst nach zwei Jahren als Bio-Kartoffeln bezeichnen“, erklärte Michael Zachmeier. Man könne gerne jetzt schon bei ihnen am Hof einkaufen.

 

Nach einer angeregten Diskussion über Viehhaltung, Düngemittel, EU-Subventionen und die Zukunft der Landwirtschaft bedankte sich Kirsten Reiter bei Michael Zachmeier für die interessante Führung durch den Landwirtschaftsbetrieb. Man werde sicher nochmal in der wärmeren Jahreszeit vorbeikommen, um sich über den Stand der Bio-Umstellung zu informieren.

 
 

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