Bayern-SPD ehrt Altbürgermeister Josef Bergmann mit der Helmut-Rothemund-Medaille

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Im Namen der Bayern-SPD verlieh MdL Johanna Werner-Muggendorfer in den Räumen der VHS-Langquaid Altbürgermeister und SPD-Ehrenvorsitzenden Josef Bergmann aus Langquaid die Helmut-Rothemund-Medaille. Sie wird an Sozialdemokraten vergeben, die sich in hervorragender Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben.

 

Johanna Werner-Muggendorfer hatte den 2004 verstorbenen langjährigen Landesvorsitzenden der Bayern-SPD, Helmut Rothemund, noch selber erlebt. „In seinen 30 Jahren als Landtagsabgeordneter, in denen er von 1976 bis 1986 Fraktionsvorsitzender und von 1977 bis 1985 Landesvorsitzender der SPD war, hatte er sich stets für gleichwertige Lebensbedingungen in Bayern eingesetzt“, erinnerte die Festrednerin.

 

Sein Kampf für die Lehrmittelfreiheit, die Aufnahme des Umweltschutzes in die Bayerische Verfassung und seine politische Integrität hätten Rothemund ausgezeichnet, der auch als „Staatsmann ohne Staatsamt“ bezeichnet wurde. Die Helmut-Rothemund-Medaille werde an Sozialdemokraten verliehen, die sich in vergleichbarer Weise leidenschaftlich in der Politik engagiert haben, die geradlinig und glaubwürdig Ihre Ziele verfolgt haben, ihre Grundsätze und Überzeugungen auch im Konflikt nach Innen treu geblieben sind, wenn es darum ging, für das Gemeinwohl und die Bürgerinnen und Bürger die beste Lösung zu finden.

 

„Du lieber Sepp, bist so Einer und daher der Richtige für diese Medaille. Dein Einsatz für eine bessere Welt in der Kommunalpolitik wie auch in zahlreichen sozialen Projekten in Nicaragua zeichnet dein Leben aus. Du hast so viel bewegt, so viel für deine Überzeugungen gekämpft, für unsere SPD, für unsere Vorstellungen,“ schloss die Landtagsabgeordnete.

 

Joachim Wolbergs, Regensburger Oberbürgermeister, erinnerte sich an die Bedeutung Josef Bergmanns für seinen eigenen politischen Werdegang. Mit dessen Sohn Tobias war er als Jugendlicher beim Kinder- und Jugendverband „Die Falken“ und lernte so Bergmann kennen. „Die Geradlinigkeit in seinem politischen Denken und seinen Taten hatten mir imponiert. Josef Bergmann war mit Leidenschaft kommunalpolitisch aktiv, engagierte sich im Umweltschutz, war beim Widerstand gegen die atomare Wiederaufbereitung in Wackersdorf, gegen den NATO-Doppelbeschluss und die Stationierung der atomaren Pershing-Raketen in Deutschland. Als Bergmann 1984 erstmals in den Gemeinderat gewählt wurde, mit langen Haaren und Schnauzbart, hätte es keiner geglaubt, ihn 1990 als Bürgermeister zu sehen. Er musste oft gegen Widerstände ankämpfen. Er tat dies immer geradlinig, mit Leidenschaft und glaubwürdig. Als Bürgermeister prägte er Langquaid durch seine Kreativität und seinen Mut neue Wege zu gehen.“ Noch in den Zeiten des Freiheitskampfes in Nicaragua schlossen sich Josef Bergmann und seine Frau Hiltrud den internationalen Hilfsbrigaden an, um in kleinen Projekten, wie dem Bau von Kindergärten, der leidenden Bevölkerung zu helfen. Zur Unterstützung gründeten sie den Verein Nueva Nicaragua e.V. Sein vielfältiges Engagement für das Gemeinwohl mache ihn zu einem würdigen Träger der Helmut-Rothemund-Medaille.

 

Die Helmut-Rothemund-Medaille gehört neben der Georg-von-Vollmar-Medaille (erster Vorsitzender der bayerischen SPD) und dem Josef-Felder-Preis (deutscher Widerstandkämpfer, Journalist und SPD-Politiker) zu den bedeutendsten Ehrungen, die die Sozialdemokraten im Freistaat vergeben.

 
 

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