Antrag der SPD-Fraktion zum europäischen Pilgerweg "Via Nova"

Ratsfraktion

Die Fraktion der SPD im Marktgemeinderat hat Ende Januar ihren Antrag zur Umsetzung und zum Anschluss an den europäischen Pilgerweg "Via Nova" eingebracht. Auszüge aus dem Antrag, wie die Beschreibung und die Zielsetzung des Pilgerweges finden sie hier...

1. Beschreibung des Pilgerweg-Projekts

Das Pilgerweg-Projekt VIA NOVA wurde 2000 in St. Wolfgang (Oberösterreich) initiiert mit der Zielsetzung, Wallfahrts- und Pilgerstätten entlang des Pilgerwegs einer zunehmenden Zahl kulturell-religiös orientierter Pilger zugänglich zu machen. Weitere Zielsetzungen des Pilgerwegs ist die Verbesserung der Infrastruktur für sanften (Pilger-) Tourismus in den beteiligten Gemeinden und Regionen, sowie die europäische Vernetzung der am Projekt Beteiligten
Derzeit erstreckt sich der Pilgerweg von St. Wolfgang über Passau bis Bogenberg, und wird in diesem Jahr bis Pribram in Tschechien fortgesetzt. Zielsetzung für das Pilgerweg-Projekt ist ferner eine Fortsetzung bis Weltenburg und in das Altmühltal. Hierbei bietet sich eine Route über Schierling – Langquaid an: Mögliche Route von Bogenberg über (u.a.)
- Sossau
- Antenring
- Haindling/Geiselhöring
- Aufhausen
- Schierling (evtl. Labertalbahn)
- Langquaid
- Laaberberg
- Rohr
mit der Möglichkeit zur Weiterführung über Abensberg bis Weltenburg

In Zusammenhang mit dem im Anhang dargestellten Projekt „Pilgerlandschaft Labertal“ ist die Beteiligung an VIA NOVA förderungsfähig i.R. des LEADER Programms.

2. Zielsetzung für Langquaid / Schierling

Mit der Einbindung Langquaid und Schierling in den Pilgerweg VIA NOVA verfolgen die Antragsteller schwerpunktmäßig Zielsetzungen für beide Orte in folgenden kulturell-religiösen wie kommerziellen Bereichen:
- Förderung von sanftem Nah- und Ferntourismus:
Mit der Erschließung des Wallfahrtsortes Hellring, der Anbindung an den bestehenden „Labertaler Wallfahrtsweg“ im Pilgerweg VIA NOVA wird die Öffentlichkeitswirksamkeit und Attraktivität weiter erhöht. Aufgrund des sanften Charakters des Pilgertourismus geschieht dies in Umfeld-verträglicher Art und Weise.
Zielgruppen sind neben „Fern“-Pilgern des VIA NOVA-Weges und des ihn kreuzenden Jakobsweges auch Naherholungs-Gäste aus dem Labertal aber auch die eigenen BürgerInnen.
In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, Synergien mit bestehenden Konzepten (Wallfahrtsweg Labertal) sowie kulturelle Veranstaltungen (historische Marktführungen, Gennßhenkerfest) zu nutzen durch entsprechende Beschilderung bzw. Veranstaltungs-Hinweise im Rahmen der Pilgerweg-Beschilderung und –Kommunikation.
- Einbindung der Labertalbahn / Bockerlbahn:
Vorstellbar wäre eine Einbindung der Bockerlbahn von Eggmühl-Schierling nach Langquaid. Die bestehende Wegstrecke der Bockerlbahn und des Laabertaler Wallfahrtsweges könnte von Schierling über Oberleierndorf nach Hellring als Bahn- Fußweg-Kombination zu einer interessanten Variante für die Pilger werden. Hinweise auf diese Möglichkeit müssten im Pilgerführer vorhanden sein (Ansprechpartner für Gruppenbuchungen, Fahrtzeiten, Gehzeiten)
- Stärkung der Identifizierung und Einbindung der Bevölkerung / Tourismus in der Region:
Der von VIA NOVA gewählte Realisierungs-Ansatz konzentriert sich auf einen Interessensgruppen-übergreifende Herangehensweise. Für die Marktgemeinden Langquaid und Schierling ist die Zielsetzung hierbei die aktivere gemeinschaftliche Einbindung breiter Bevölkerungsschichten:
o Konfessions-übergreifende Einbindung der örtlichen kirchlichen Einrichtungen
o Fokussierung auf lokale Geschichte und Brauchtum im weltlichen und kirchlichen Bereich; dadurch Einbindung von brauchtumspflegenden Vereinen/Gruppen bzw. geschichtlich interessierten Bürgern
o Einbindung der örtlichen Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten durch Zugang zu einer erweiterten Kundengruppe von Pilger-Touristen
o Anbindung an den Tourismusverband des Landkreises und deren Konzepte für die Region (z.B. Radtourismus)
o Einbindung der Wandermöglichkeiten im Gemeindebereich Langquaid (Marktweiher-Wanderungen)
Infrastruktur-Umfänge, die ggf. i.R. des VIA NOVA Projekts realisiert werden, stellen ferner eine Bereicherung dar auch für die nicht direkt involvierten Teile der Bevölkerung.

 
 

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